Kirchliche Räume dürfen der AfD nicht offen stehen!

Am 13.01.2026 fand im Restaurant Kalinka, auch bekannt als „Katholisches Vereinshaus – Gerthe“, eine Veranstaltung der AfD statt.

Währen der Veranstaltung verbreitete sich die Nachricht über dieses Treffen im kath. Vereinshaus schnell in Gerthe. Katholische PfadfinderInnen, die zu der betreffenden Zeit ein eigenes Treffen abhielten, entschlossen sich spontan zu einem lautstarken Protest vor dem Raum, in dem die AfD ihre Veranstaltung abhielt.

Die AfD-Mitglieder und Gäste verließen später das Gebäude durch einen Hintereingang, da sich im eigentlichen Restaurant Gäste befanden, die ein solches Treffen sicher strikt abgelehnt hätten.

In verschiedenen Veröffentlichungen lehnen u.a. die katholischen Bischöfe die AfD ab und betonen die Unwählbarkeit für Christen wegen rechtsextremistischer Teile. „Wer Parteien wählt, die mindestens in Teilen vom Verfassungsschutz als ‚erwiesen rechtsextremistisch‘ eingeschätzt werden, der stellt sich gegen die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens und der Demokratie in unserem Land“, heißt es in der einstimmig beschlossenen Erklärung der Bischöfe im Frühjahr 2024.

Der Pfarrgemeinderat (PGR), das pastorale Gremium der Laien in der Pfarrei Liebfrauen, nahm in seiner Sitzung am 26. Januar dazu wie folgt eindeutig  und einstimmig Stellung:

  1. Der PGR distanziert sich ausdrücklich von der Geschäftspraxis des Pächters des Katholischen Vereinsheims Kalinka, wodurch eine AfD-Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Pfarrei Liebfrauen ermöglicht wurde. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird zutiefst abgelehnt.
  2. Der PGR fordert den Kirchenvorstand der Pfarrei Liebfrauen nachdrücklich auf, die Geschäftspraxis des Pächters auf der Basis des Pachtvertrags rechtlich zu prüfen und alle notwendigen Schritte einzuleiten, damit die Räumlichkeiten nicht mehr für AfD-Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Eine Selbstverpflichtungserklärung des Pächters sollte Grundlage für eine zukünftige Zusammenarbeit sein.
  3. Der PGR informiert die Pfarreimitglieder über das beschlossene Vorgehen über die Homepage und den Newsletter der Pfarrei.